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Taxi Nr. 4 ist in 5 Minuten hier, ...

Sie müssten zu einer Adresse und wollen oder können
nicht weit gehen? Oder Sie wollen sich z. B. die immer horrender werdenden
Parkgebühren sparen? Da gäbe es eine interessante und praktische
Möglichkeit „sicher und Bequem“ ans Ziel zu kommen: ein Taxi.
Man stelle sich das einmal vor: ein freundlicher Fahrer
hilft einem ins Auto (praktisch, wenn das Wetter nicht so schön ist oder
wenn man schon ältere Semester belegt), fährt die kürzest mögliche
Strecke, in der Zwischenzeit ein nettes Gespräch und am Zielort bezahlt
man gerne für die erbrachte Dienstleistung.
Denn genau das ist es: ein Dienstleistungsgewerbe.
Vergleichbar wie etwa Kellner o.ä.; der Unterschied liegt nur darin, dass
man einem Kellner nicht sein Leben anvertraut, einem Taxifahrer jedoch
schon. Beherrscht dieser die Verkehrsregeln nicht ausreichend oder
missachtet diese, kann der Dienstnehmer, also der Fahrgast, zu Schaden
kommen. Oft geht es sich gerade noch aus; doch auch als Fußgänger in den
Fußgängerzonen kann man von unerlaubt schnell fahrenden Taxis fast
verletzt werden (nur Schrittgeschwindigkeit ist erlaubt). Immer wieder
spekulieren diese Fahrer darauf, dass sie schon noch Glück haben werden;
der jeweilige Fußgänger hoffentlich auch!
Es gibt zu viele Taxis, es herrscht Konkurrenzkampf
untereinander. Wer es ausbaden muss? Richtig! Der zahlende Gast! Wenn man
als Kunde nicht das erste Auto in der Reihe nehmen möchte, wird man
drangsaliert. Dabei sollte doch eigentlich gelten, dass der, der zahlt,
auch aussuchen kann und darf. Leider hat es sich noch nicht bis zu diesem
Gewerbe durchgesprochen! Es ist und bleibt eine Dienstleistung, für die
vom Kunden bezahlt wird – und dementsprechend sucht auch der Kunde aus,
was er haben möchte!
Stellen Sie sich vor, Sie gehen essen und der Kellner
würde Ihnen vorschreiben, was Sie heute zu essen haben. Würden Sie sich
das gefallen lassen? Haben Sie ein Taxi gefunden, das Ihnen gefällt und
die Streiterei überstanden, warum Sie nicht den Erstgereihten nehmen,
erleben Sie das nächste Problem: der Taxler regt sich auf, dass Sie ihn
genommen haben und dreht die Musik so laut auf, dass es nicht auszuhalten
ist, Sie werden fanatisch zu einer anderen Religion missioniert oder Sie
sind froh, dass Sie überhaupt noch leben, weil „Sicherheit beim Fahren“
ein Fremdwort war. Nicht zu vergessen noch die Beschimpfungen des
Fahrgasts (Geldgebers) selbst. Das muss man sich einmal auf der Zunge
zergehen lassen: dafür, dass man Menschen Geld gibt, damit sie etwas für
dieses Geld tun, hat man nicht einmal die freie Wahl, sondern wird auch
noch beschimpft und wenn es besonders schlimm kommt, auch noch bedroht.
Hat man jedoch Glück, kommt überhaupt kein Wagen und man wartet vergebens
20 Minuten vor der Haustüre.
Doch wer weiß, was passiert wäre; vielleicht war es
besser, dass niemand kam und man das eigene Auto holte. Und bei diesen
beschrieben Zuständen soll man nicht das eigene Auto nehmen? Sogar mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln ist es noch besser, denn diese Fahrer
akzeptieren und halten sich an Straßenverkehrsregeln, gefährden nicht die
Gesundheit ihrer Fahrgäste und sind sogar freundlich und hilfsbereit! Wäre
man bösartig, könnte man folgenden Rat erteilen: Möchtest du einen Feind
haben, schenke ihm einen Taxi – Gutschein.
Salzburg, 19. März 2006
Maria
Schweiger,
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